08 03 2018Die von der Kreispolizeibehörde Soest vorgestellte Kriminalstatistik 2017 ist nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei – Kreisgruppe Soest ein Beleg für die hohe Leistungsfähigkeit.

Die hohen Aufklärungsquoten, die im Kreis Soest über dem Landesdurchschnitt liegen, seien, „vor allem dem großen Engagement meiner Kolleginnen und Kollege zu verdanken“, so der GdP-Kreisvorsitzende Siegfried Pfenninger

Vor dem Hintergrund der angespannten Personalsituation und den zusätzlichen polizeilichen Aufgaben: Betreuung der Flüchtlingseinrichtungen und der islamistischen terroristischen Bedrohung, zeige dass die Kreispolizeibehörde Soest im Vergleich zu den Großpräsidien gut aufgestellt ist. „Nur das hat seinen „Preis“. Im Jahr 2017 haben sich die Überstunden drastisch von 22.889 (2016) auf 38.688 Überstunden (2017) erhöht. Für die KPB Soest bedeute das umgerechnet rund 26 Polizistenstellen. „Diese können erst schrittweise ersetzt werden. Denn die jährlichen Einstellungszahlen von 2300 Polizisten von 2017 bis 2023 wirken erst ab 2020, bedingt durch die dreijährige Ausbildung. „Bis dahin gehe die personelle Durststrecke in der Kreispolizeibehörde Soest weiter“, sagte Pfenninger.

Der Innenminister Reul (CDU) beabsichtigt im Zusammenhang der landesweiten 5,4 Millionen Überstunden die Lebensarbeitszeitkonten einzuführen. „Dieser sei nun gefordert, die Umsetzung so schnell wie möglich durchzuführen, ansonsten könnten die Überstunden verfallen“, sagte Pfenninger.