30 01 2018 2
 Links: Werner Fromme, Christian Wicke, Bernd Volmer, Simone Lohöfer,
 Siegfried Pfenninger und Lars Kruse,

In der Zeit von 2000 – 2017 wurden in der Kreispolizeibehörde Soest 30 Stellen abgebaut. Dafür tragen SPD/Bündnis 90/Die Grünen sowie die CDU/FDP in der ihrer Regierungszeit in NRW die Verantwortung. Darauf verwies bei der Jahreshauptversammlung der Gewerkschaft der Polizei, im Restaurant Ortwein in Lippstadt Vorsitzender Siegfried Pfenninger.

Siegfried Pfenninger, der letztmalig antrat, wurde von den Mitgliedern für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Er steht bereits seit 16 Jahren an der Spitze der Kreisgruppe.

Ebenso wurden die Stellvertreter/in Sabine Droste (Lippstadt) und Lars Kruse (Warstein), Schriftführer Bernd Volmer (Soest), der Kassierer Christian Wicke (Werl), der Seniorenbeauftragte Werner Fromme (Anröchte) u. die Frauenbeauftragte Simone Lohöfer (Soest) gewählt. Als Vertrauenspersonen wurden Albert Steimann, Ingo Stangenberg, Reinhard Westerfeld, Lisa Goßelke, Markus Seiger, Rene Trojan, Gabriele Schlosser, Tim Grewing, Friedrich Philippi, Ansgar Rohde, Udo Jeschke (alle Soest) u. Jürgen Breuer, Niko Miliopoulus, Maike Truxius, Matthias Weidemann, Joachim Berglar (alle Lippstadt), Moritz Schnettker (Warstein), Dennis Burghardt (Werl) u. Markus Wienecke (Geseke) gewählt. Zu Kassenprüfern wurden Norbert Brinkmeier u. Thomas Heiermann gewählt.

In seinem Jahresbricht zog Pfenninger Bilanz über die Politik der letzten 4 Jahre. Durch den Druck der GdP seien die Einstellungszahlen von 500 auf 1800 Polizisten erhöht worden. Das bedeute aber nicht mehr an Personal, sondern sei ein Ausgleich für die altersbedingt ausgeschiedenen Polizisten der nächsten Jahre gewesen. Erst die Flüchtlingskrise, die Kölner-Silvesternacht, der islamistische Terrorismus, und die hohe Anzahl von Wohnungseinbrüchen, führte zur Erhöhung der jährlichen Einstellungszahlen von 2300 Polizisten (2017-2022). „Bedingt durch die dreijährige Polizeiausbildung löse sich der Personalengpass erst ab 2020 auf. Bis dahin gehe die personelle Durststrecke in der Kreispolizeibehörde Soest weiter“, so Pfenninger.

16.898 Straftaten, 36.116 Einsätze, 100 pro Tag im Kreis Soest, und 8192 Verkehrsunfälle im Jahr, weisen auf die vollen Auftragsbücher der Kreispolizeibehörde Soest hin. Dazu zusätzliche Aufgaben bei der Betreuung von Flüchtlingseinrichtungen und der Terrorbekämpfung. Umso bemerkenswerter sei es, das die Aufklärungsrate bei den Straftaten im Jahr 2017 im Kreis Soest von 55,52% (2016) auf 56,91%, Plus von 1,39 Prozent, gestiegen sei. Auch die Aufklärungsquote beim Wohnungseinbruch liege 2017 deutlich über den Landesdurchschnitt. „Deshalb gilt   der Dank den Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrem Engagement die polizeilichen Herausforderungen im Kreis Soest bewältigt haben“, sagte Pfenninger.

22.889 Überstunden (2016) jährlich ist der „Preis“ für den personellen Engpass in der Kreispolizeibehörde Soest. Die CDU/FDP-Regierung sei nunmehr gefordert, die versprochenen Einstellungszahlen bis 2022 zu liefern und Lebensarbeitszeitkonten einzuführen, um die Überstunden abbauen zu können“, meinte Pfenninger.