Drucken

Gewalt Diagramm kl
Die Kolleginnen und Kollegen werden getreten, geschlagen, bespuckt und beleidigt. Die Zahl der Angriffe auf Polizisten im Kreis Soest sind 2018 von 120 (2017) auf 126 gestiegen. Die meisten Vorfälle ereignen sich in ganz normalen Alltagseinsätzen. Beim Schlichten von Streitigkeiten, bei Maßnahmen wegen Randalierens nach Alkoholkonsum, bei Einsätzen wegen häuslicher Gewalt und bei der Aufnahme von Verkehrsunfällen. „Mehr als der Hälfte der Tatverdächtigen stehen unter Alkoholeinfluss“, so der GdP-Kreisvorsitzende Siegfried Pfenninger.

Die Kolleginnen und Kollegen sehen sich zunehmend mit Respektlosigkeit konfrontiert. Körperliche Attacken gehören immer mehr zum Alltag. Im Schnitt werde alle drei Tage ein Polizist im Kreis Soest angriffen.

Die Ursache der steigenden Gewalt gegen Polizeibeamte liege laut Pfenninger weit tiefer. Im Elternhaus und auf Schulhöfen, wo Mitläufer zu Tätern werden. Schon in den Schulklassen, aber auch zuhause müssen Pädagogen und Eltern Ansätze schaffen, um Werte, Respekt und Toleranz zu vermitteln.

Wir warten auf die von der Landesregierung zugesicherte Auslieferung der Elektrotaser, (Elektroschockpistole) die den Einsatz der Schußwaffe überflüssig machen könnte, und die   Bodycams, die abschreckend auf mögliche Täter wirkend könnten, weil sie gefilmt werden. Positive Erfahrungen aus den anderen Bundesländern zeigen, dass dadurch Angriffe verhindert werden.