WacheDie Gewerkschaft der Polizei erwartet, dass CDU und FDP zügig die Koalitionsverhandlungen aufnehmen, damit die von beiden Parteien versprochene Stärkung der Polizei noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden.

Als Richtschnur gelte die Vorgabe der SPD, die im Wahlkampf versprochen hatte, im Falle eines Wahlsieges 2300 neue Polizisten pro Jahr einzustellen. „An dieser Vorgabe werden wir auch die künftige Landesregierung messen – schließlich hätten die bisherigen Oppositionsparteien CDU und FDP in der Vergangenheit immer wieder über zu wenig Polizisten geklagt. Jetzt müssen sie liefern“, so die GdP.

Damit die versprochene Verstärkung der Polizei schnell greift, fordert die GdP, dass bereits beim Einstellungstermin am 1. September statt der bislang geplanten 2000 Kommissaranwärterinnen und -anwärter 2300 Nachwuchspolizisten eingestellt werden. „Auch dann wird es noch drei Jahre dauern, bis die zusätzlichen Polizisten tatsächlich als Verstärkung zur Verfügung stehen, weil wir sie vorher erst ausbilden müssen. Deshalb erwarten wir von der künftigen Landesregierung, dass sie nicht nur zusätzliche Polizisten einstellt, sondern auch die Stellen im Tarifbereich der Polizei nachhaltig erhöht. Das wäre auch kurzfristig für die Kreispolizeibehörde Soest hilfreich“, sagte der GdP Kreisvorsitzende Siegfried Pfenninger.

Eine weitere Entlastung der Polizei verspricht sich die GdP davon, dass die Polizei von Aufgaben freigestellt wird, die nicht zu ihrem Kernbereich gehören. Dazu zählen neben der Begleitung von Schwertransporten auch Aufgaben, die in den Zuständigkeitsbereich der Ordnungsbehörden der Kommunen fallen.

„Die Bürger werden sehr genau beobachten, ob die künftige Landesregierung ihr Versprechen, mehr für die Sicherheit der Menschen zu tun, wirklich erst meint“, mahnt die GdP.