GewaltIm Jahr 2016 ist die Zahl der gewalttätigen Übergriffe auf Polizistinnen und Polizisten in Nordrhein-Westfalen auf 8 955 angestiegen. Gegenüber 2015 ist dies ein Anstieg von 14 Prozent. Im Kreis Soest dagegen erfolgten im vergangenen Jahr 106 Übergriffe. Im Vergleich 126 (2015), also 20 weniger. 2014 waren es 97 und 2013 69 Übergriffe. Mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen stehen unter Alkoholeinfluss. Der überwiegende Teil ist männlich. Die größte Gruppe stellen die 25- bis 40 Jährigen.

Trotz leicht sinkender Zahlen, im Vergleich zum Landestrend, sind es immer noch zu viele Delikte. Zwar sind die Widerstandshandlungen in den Großstädten höher, aber auch im ländlichen Bereich setzte sich die Gewaltbereitschaft fort. Die Kolleginnen und Kollegen werden getreten, geschlagen, bespuckt und beleidigt. Der Respekt sinkt immer weiter. Von daher war es höchste Zeit, dass die Gesetzesverschärfung im Bundestag verabschiedet wurde. „Jetzt müssen die neuen gesetzlichen Möglichkeiten aber auch konsequent angewendet werden“, sagte GdP-Kreisvorsitzende Siegfried Pfenninger.

Besonders alarmierend sei laut Pfenninger der Anteil der Tatverdächtigen, die bereits vorher polizeilich in Erscheinung getreten sind: „Vor Ort haben unsere Kolleginnen und Kollegen es immer wieder mit der gleichen Klientel zu tun. Dem kann nur dadurch entgegengewirkt werden, dass man bei jedem einzelnen Fall möglichst schnell reagiert. Den Tätern muss schnell und konsequent vor Augen geführt werden, dass Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten keine Kavaliersdelikte sind“.