ModellbehördeNach Jahren langen Drängen der Gewerkschaft der Polizei will die Landesregierung NRW den Überstundenberg von mehr als 4,1 Millionen Dienststunden bei der Polizei abbauen. Neben der erweiterten Auszahlung von Überstunden sollen Lebensarbeitszeitkonten bei der Polizei eingeführt werden. Das erste Auftaktgespräch findet am 31.03.17 in Düsseldorf statt.

In diesem Jahr soll in zwei Kreispolizeibehörden ein Modellversuch stattfinden. Neben dem Polizeipräsidium Münster wird die Kreispolizeibehörde Soest auf Initiative der GdP-Kreisgruppe Soest   mit dem Modellversuch starten. Bei 23.045 Überstunden im Jahr 2015, mit ähnlichen Zahlen sei 2016 zu rechnen, mache das Sinn, da der Abbau durch die Arbeitsverdichtung kaum möglich sei“, so der GdP-Kreisvorsitzende Siegfried Pfenninger.

Mit dem Lebensarbeitszeitkonto können die erarbeiteten Überstunden als persönliches Zeitguthaben flexibel genutzt werden, um beispielsweise Angehörige zu pflegen bzw. längere Auszeiten vom Dienst nehmen zu können. Dieses stellt eine faire und wirklich entlastende Alternative zur Auszahlung von Mehrarbeit dar, zumal nach Abzug von Steuern netto nicht mehr viel übrig bleibt. „Darüber hinaus sei es Ziel der GdP nach Abschluss des Modellversuches, dass die angesparten Mehrdienststunden im Lebensarbeitszeitkonto für die frühzeitige Pension verwendet werden können“, sagte Pfenninger.